krankheiten


 

Krankheit

 Anzeichen

Ursachen

Behandlung

Durchfall

dünnflüssiger oder weicher Kot,
vllt mit Blut vermischt, übler
säuerlicher Geruch

falsche Fütterung (vllt zu viel Gras),
Unterkühlung, feuchter Stall (zu feuchte
Einstreu), Zugluft. Vergiftung durch Chimi-
kalien oder chemische Rückstände

in schweren Fällen nicht
mehr möglich;sonst Abstellung,
nur etwas Heu und Kamillentee, mit einer Prise Salz reichen und/oder Mittel vom Tierarzt

Blähsucht

Augetriebener harter Bauch, Atemnot, blaue Ohren & Lippen, starkes Hecheln, vllt Kreislaufschwäche

meist falsches Futter (z.B. Kohl)

in schweren Fällen nicht mehr möglich, sonst sofortige Entfernung von Futter & Einstreu, vllt Teelöffel Kaffee, zum folgenden Tag nur Heu füttern

Entzündung

gerötete Augen, Tränenfluss, Schwellung der Lider und der Mundschleimhaut

Zugluft, Reizung durch ammoniakhaltige Luft, zu staubige Einstreu, staubiges Heu, Verletzung durch andere Tiere

Frischluftzufuhr ohne Zugluft, staubfreie Einstreu und staubfreies Futter, die entzündete Stelle mit Kamillentee oder Augentrosttee behandeln

Euterentzündung

 magere, im Stall herumkriechende Jungtiere, das Muttertier weißt die Jungen zurück, heiße geschwollene Gesäugeleiste oder Zitze, vllt verhärtet mit kleinen Knoten

unsaubere oder mangelhafte Einstreu aus der eine Unterkühlung resultiert, Verletzung der Zitzen und Infektion mit Krankheitskeimen

saubere, warme Einstreu, die Zitzen mit Essigwasser oder Desinfektionsmittel reinigen, Kamillensalbe auftragen, das Tier melden oder die Jungen anlegen damit der Druck auf das Euter nachlässt

Geschlechtskrankheit

aüßeren Geschlechtsorgane geschwollen oder deren Umgebung sind geschwollen und entzündet, es entstehen kleine Knoten die leicht platzen dann bluten und eintrocknen, zusätzlich sind Erreger in den Blutkreislauf eingedrungen, es treten Veränderungen an Augen, Maul, Ohren, Gesäuge und Analregion auf

Schraubenbakterien, die durch Deckakt übertragen werden oder durch einen verseuchten Stall, diese Bakterienart ist nicht auf Menschen oder andere Säugetier übertragbar

tierärztliche Behandlung ist notwenig (Penicillinspritzen), betroffene Tiere sollten in Quarantäne untergebracht werden

Hasenpest

Schneller Verlauf: Krämpfe, erhöte Temperatur, Tod
Langsamer Verlauf: Niesen, Abmagerung, struppiges Fell, Mattigkeit, Tod

Durch Zecken übertragene Nagertierseuche (tritt vorallem bei Außenhaltung auf), auf Menschen und andere Säugetiere übertragbar

es besteht Anzeigepflicht, es ist keine Bahndung möglich, Notschlachtung/Tötung der Tiere und Desinfektion des Stalles

Hitzschlag

matte, sehr flache schnelle Atmung mit baldigen tödlichem Kreislaufkolloaps, besonders gefährdet sind langhaarige und dickfellige Rassen

zu große Hitze, keine oder ungenügende Schattenplätze, kein Wasser

das Tier sofort in den Schatten bringen, temperiertes Wasser anbieten oder einflößen, das Kaninchen zu Bewegung animieren

Kalziummangel

Leckstellen an den Stallwänden, ungewohnte Nervosität, Wegspringen in die Stallecken, kalte Ohren, kaltes, trockenes Fell, später Lähmungserscheinungen im Halsbereich und an der Hinterpartie

Hypokalzämie als Folge von Kalziummangel, vorallem bei Häsinnen, die mehrmals im Jahr Junge haben, falsche Fütterung

Gabe von kalthatltrigerem Futter, Ergänzungsfutter, Spezialfutter für Zuchthäsinnen

Kaninchenpest

Schneller Verlauf:
Krämpfe, erhöhte Temperatur, Tod

Langsamer Verlauf:
Niesen, Abmagerung, struppiges Fell, Mattigkeit, Tod

Infektionskrankheit, Erreger befallen stark geschwächte Tiere, schlechte Haltung/Stallhygiene

auf Sauberkeit und gutes Futter achten, Tierarzt sollte konsultiert werden (Antibiotika)

Kannibalismus

Häsin frisst kurz nach der Geburt einige oder alle Jungen auf

verlorene Mutterinstinkte, Unerfahrenheit der Häsin (Unterscheidung der Nachgeburt und der Jungtiere), Schock oder starke Schmerzen bei der Geburt, zu kleiner Stall, Hauptursache ist meist mineralarme, einseitige Fütterung

besseres Futter, größere Stallungen, gutes Angebot an Einstreu, Ruhe vor der Geburt

Knochenbruch

Anbruch:
schonen eines Beines, es kann nur wenig oder garnicht bewegt werden

Durchbruch:
Knochen ragt aus der Haut, Bruch ist deutlich sichtbar

Wirbelsäulenverletzung:
das Tier ist gelähmt oder beginnt bei Berührung zu schreien

Einquetschung des Kaninchens im Freilauf (zum Beispiel in einer Tür/Fenster), Springen aus großer Höhe oder von Tischen, Bänken und ähnlichem, Fallenlassen des Tieres, das Kaninchen versucht zu fliehen und rennt in Panik gegen eine Wand oder einen harten Gegenstand

Vorbeugung durch Absicherung des Freilaufes, Tiere immer gut mit beiden Händen festhalten, Schutzbretter an den Stalltüren anbringen, ist bereits etwas gebrochen ist eventuell Selbstheilung mögliche (Aufsuchen eines Tierarztes), Notschlachtung/Tötung

Kokziodose

aufgeblähter Leib, eventuell blutiger Durchfall, blasse Schleimhäute, Zittern, Lähmung der Hinterläufe, Krämpfe, Abmagerung, Verweigerung des angebotenen Futters, Jungtiere zeigen einen schnellen Verlauf mit anschließendem Tod

Parasiten die die Darmschleimhaut und auch Leber und Galle zerstören (Kokzidien), werden sie ausgeschieden leben sie weiter und können eventuell von anderen Tieren durch die Einstreu aufgenommen werden

70-90% aller Kaninchen haben Kokzidien im Darm, jedoch meist in einer ungefährlichen Anzahl, angekaufte Tiere vorerst separat halten bis sicher ist, dass sie die eigenen nicht anstecken, Vorbeugung durch gute Stallhygiene und gutes Futter (Gemüse waschen), bei bereits ausgebrochener Krankheit erkrankte Tiere töten, Ställe entmisten und den Mist verbrennen, Ställe gründlich desinfizieren (am besten ausbrennen mit einer Lötlampe), oberste Bodenschicht aus Freigehen abtragen

Myxomatose

tränende Augen, starke seitliche Schwellungen am Kopf, Beulen an den Ohren, die nach einer Weiler aufplatzen, teigige Anschwellungen am ganzen Körper, Atemnot, der Tod tritt nach drei bis fünf Tagen ein

blutsaugende Insekten (Mücken/Stechmücken) übertragen den Myxomatosevirusoder Übertragung durch von wildlebenden Kaninchen kontaminiertes Grünfutter

Impfung durch den Tierarzt, gereinigtes Grünfutter, saubere Einstreu, in Seuchengebieten Schutz der Stelle mit Gaze gegen Insekten, Kaninchen, die die Seuche überlebt haben, behalten Narben zurück, bleiben aber ihr Leben lang immun und vererben diese Immunität weiter

Räude

Kopfräude: schuppige, rote, verkrustete Haut im Bereich des Kopfes, Milbengänge sind sichtbar, Haarausfall, starker Juckreiz

Ohrenräude: Schiefhaltung des Kopfes, häufiges kratzen und schütteln, kleieartiger Belag im Ohr, der später verkrustet

unzureichende Stallhygiene, Räudemilben fressen Gänge zur Eiablage in die Haut des Kaninchens, die Milben werden durch das häufige Kratzen über den Körper verteilt

Säuberung der Stallungen und im folgenden bessere hygienische Zustände, Aufsuchen eines Tierarztes, Milben sind sehr leicht übertragbar

Schnupfen

Leichter Schnupfen/Lungenentzündung:

Kreislaufschwäche, klarer Nasenausfluss nach dem Niesen Seuchenhafter Schnupfen: Mattigkeit, teilweise Futterverweigerung, eitriger und schleimiger Ausfluss nach dem Niesen, Bindehaut-/Mittelohrentzündung

qualitativ schlechtes Futter, schlechte Haltung in Zugluft, große Hitze

kranke Tiere in Quarantäne halten, Desinfektion der Ställe und Geräte, durch Nachlässigkeiten kann aus leichtem Schnupfen seuchenhafter Schnupfen werden, am besten arbeitet man mit Gummihandschuhen

Speichelfluss

das Tier "sabbert"

Fremdkörper im Maul/Rachen, zum Beispiel eine Granne, Distel, Holzsplitter

Entfernung des Fremdkörpers mit einer Pinzette oder durch den Tierarzt

Unfruchtbarkeit

die Häsin wird trotz mehrmaligem Decken durch verschiedene Rammler nicht trächtig

eventuell Eierstockzysten

keine Behandlung möglich, da nur am geschlachteten Tier feststellbar

Verstopfung

Futterverweigerung, kein oder sehr geringer Kotabgang, das Kaninchen sitzt mit gekrümmtem Rücken und aufgetriebenem Bauch im Stall

zu wenig oder kein Rauhfutter (Heu), Futterumstellung auf Trockenfutter, zu wenig Wasser verfügbar, fiebrige Infektion oder zu wenig Bewegung

Gabe von mehr Wasser, Rauhfutter, Obst und Gemüse, bei bleibender erhöhter Körpertemperatur einen Tierarzt konsultieren

Vitaminmangel

allgemeine Infektanfälligkeit, sehr langsame Gewichtszunahme, schlechtes stumpfes Fell, Kümmerwuchs

einseitige Nahrung, wenig Sonnenlicht

Frischfutter, gute Haltungsbedingungen, eventuell Gabe von Vitamin D3 oder Bau eines Freigeheges

Wunde Läufe

starkes Lahmen mit angezogenen Läufen, entzündete Läufe mit geschwürartigen Veränderungen, Haarausfal an den Läufen

zu feuchte Einstreu, mangelnde Stallhygiene, zu wenig Auslauf, zu mastiges Futter

saubere Einstreu, bessere Haltungsbedingungen, mehr Bewegung, Frischfutter, Kamillentee/-salbe auftragen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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